Schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

Frankfurt am Main, den 6. August 2019 – Das Agaplesion Markus Krankenhaus hat in Kooperation mit dem Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) die erste Frankfurter Rhythmus Unit eröffnet. In dieser speziellen Behandlungs¬einheit erhalten Patienten mit Herzrhythmusstörungen sofort die erforderliche Diagnostik und Therapie.

Ob Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz - für lebensbedrohliche Krankheits­bilder, die ein schnelles Handeln erfordern, gibt es mit Stroke Units, Chest Pain Units und Heart Failure Units bereits spezielle Behandlungseinheiten. Anknüpfend an diese erfolgreichen Vorbilder hat das Agaplesion Markus Krankenhaus mit der "Frankfurter Rhythmus Unit" nun die erste Behandlungseinheit für akute Herzrhythmusstörungen in Frankfurt am Main gegründet.

"Wir verzeichnen in unserer Notaufnahme eine wachsende Zahl von Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Wenn das Herz aus dem Takt gerät und dies von Symptomen wie Luftnot oder Brustschmerzen begleitet wird, muss die Ursache unverzüglich abgeklärt werden", sagt Dr. med. Ulrich Reissmann, Leiter der Zentralen Notaufnahme. In der neuen Rhythmus Unit, die sich in den Räumen der Notaufnahme befindet, können Patienten mit Rhythmusstörungen noch frühzeitiger umfassend untersucht und erste Maßnahmen sofort eingeleitet werden. Denn Zeit spielt bei Störungen des Herzschlags die entscheidende Rolle. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto eher kann schwerwiegenden Folgeerkrankungen und Komplikationen wie einem Schlaganfall vorgebeugt werden.

Für Notfallpatienten mit Rhythmusstörungen stehen in der Rhythmus Unit zwei Überwachungsbetten zur Verfügung. Sie werden von speziell geschulten Ärzten betreut. "Wir können dort rund um die Uhr kardiologische Notfallpatienten sowohl diagnostisch als auch therapeutisch versorgen. Eine Schluckecho-Untersuchung zum Ausschluss von Blutgerinnseln im linken Vorhof ist genauso möglich wie die Durchführung einer Kardioversion, um den Herzschlags wieder zu normalisieren", sagt Priv.-Doz. Dr. med. KR Julian Chun, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und Chefarzt der Medizinischen Klinik III. Je nach Verlauf kann der Patient nach einer Überwachungs­phase entweder wieder nach Hause entlassen oder stationär im Krankenhaus weiterbehandelt werden.

Bereits seit vielen Jahren bildet die Behandlung von Herzrhythmusstörungen einen Schwerpunkt der kardiologischen Klinik im Agaplesion Markus Krankenhaus. Priv.-Doz. Dr. med. Boris Schmidt, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und Chefarzt der Medizinischen Klinik III, erklärt: "Die interventionelle Rhythmologie gehört mit jährlich mehr als 1.200 Katheterablationen und mehr als 1.000 Implantationen von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und anderen kardialen Aggregaten zu den größten in Deutschland." Geschäftsführer Michael Keller ergänzt: "Mit der Gründung der neuen Rhythmus Unit entwickeln wir diesen Schwer­punkt gezielt weiter. Außerdem tragen wir damit zur engen Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung bei, indem die Notfallpatienten nahtlos auch auf unseren Stationen durch die gleichen Ärzte weiterbehandelt werden können." Dadurch können Doppeluntersuchungen und unnötige Wartezeiten vermieden werden. Foto: Priv.-Doz. Dr. med. Boris Schmidt, Michael Keller, Priv.-Doz. Dr. med. KR Julian Chun und Dr. med. Ulrich Reissmann (von links) vor der neuen Rhythmus Unit.
 

Weitere Informationen über das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS finden Sie im Internet unter: www.markus-krankenhaus.de

Das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2018 wurden dort rund 37.250 Patienten stationär, mehr als 12.100 Patienten vor- oder nachstationär behandelt, rund 17.600 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 2.350 ambulante Operationen vorgenommen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken. Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit über 6.300 Betten, 38 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 885 Betreuten Wohnungen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 16 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über 1,2 Milliarden Euro.

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