Kopf und Händen freien Lauf lassen

29. Mai 2019

Frankfurt am Main, 29. Mai 2019 – Einen Korb flechten, eigene Kurzgeschichten schreiben oder sich an der Werkbank betätigen – das Team der Ergotherapie in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bietet den Patienten ein besonders vielfältiges Programm.

„Die Ergotherapie hält für die Patienten verschiedene Wege bereit, sich auszudrücken. Egal ob sie ein Gedicht schreiben, ein Bild malen oder eine Tasse töpfern – den Patienten wird dabei bewusst, dass sie etwas schaffen und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten können“, sagt Laura Schmitt, Leiterin der Ergotherapie in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Dieses Erfolgserlebnis ist für die Patienten sehr wichtig. Häufig haben sie mit Versagensängsten und mangelndem Selbstwertgefühl zu kämpfen. „Die Ergotherapie stärkt das Selbstbewusstsein und lenkt vom Grübeln ab. Nebenbei strukturiert sie den Tagesablauf und wird von den Patienten als sinnvolle Abwechslung im Klinikalltag gesehen“, sagt Laura Schmitt. Die Therapie trägt so auch zum Erhalt der psychischen Stabilität bei und kann akuten Krankheitsphasen entgegenwirken.

In einem Erstgespräch erfassen die Ergotherapeuten den individuellen Bedarf des Patienten und prüfen, für welche Therapieeinheiten er am besten geeignet ist. Diese finden täglich entweder einzeln oder in der Gruppe statt. Alle Patienten, die entweder stationär oder in den Tageskliniken und den Institutsambulanzen betreut werden, nehmen daran teil. Je nach Schwerpunkt werden dabei handwerkliches Geschick, Ausdrucksfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer trainiert. So stehen kreatives Schreiben, Malen mit Musik und Sägen in der Holzwerkstatt genauso auf dem Programm wie Zahlenrätsel, Gesellschaftsspiele und ein Alkohol-Ablehnungs-Training am Computer.

Ein weiterer Teil der ergotherapeutischen Betreuung ist das zusammen mit dem Pflegepersonal gestaltete „gemeinsame Frühstück“ am Donnerstagvormittag. Mit Unterstützung bereiten die Patienten das Frühstück vor, das dann zusammen eingenommen wird. „Für uns als Ergotherapeuten ist es sehr bereichernd zu sehen, wie Kompetenzen der Patienten geweckt, beziehungsweise wiederhergestellt werden können“, sagt Laura Schmitt. Diese Fähigkeiten lassen sich dann auf den Alltag übertragen und dort gezielt einsetzen.

Die Ergotherapie bildet einen wichtigen Baustein im Therapiekonzept der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS. Die Psychiatrie steht unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Christoph Fehr und verfügt über 114 Betten sowie 32 tagesklinische Plätze. Das multiprofessionelle Team behandelt pro Jahr rund 1.350 Patienten vollstationär und 320 Patienten in der Tagesklinik. Schwerpunkte der Klinik sind die Versorgung psychisch kranker Patienten im höheren Lebensalter (Gerontopsychiatrie), die Suchtmedizin und die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen.

 

 

Das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2018 wurden dort rund 37.250 Patienten stationär, mehr als 12.100 Patienten vor- oder nachstationär behandelt, rund 17.600 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 2.350 ambulante Operationen vorgenommen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.

Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit über 6.300 Betten, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 800 Betreuten Wohnungen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 15 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 19 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über 1,2 Milliarden Euro.

 

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Laura Schmitt leitet das Team der Ergotherapie in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (© AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN) .